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Reparatur-Cafés - hier wird Schrott wieder flott gemacht

Der Toaster heizt nicht mehr, die Nähmaschine rumpelt und das Radio schweigt – kaputt? Also ab in die Tonne damit? Am besten nicht! Denn vieles lässt sich noch reparieren und wieder nutzen. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt. In der gesamten Europäischen Union entstehen durch Neuanschaffungen statt Reparaturen Kosten von zwölf Milliarden Euro. Eine unglaubliche Summe! Laut einer EU-Umfrage sehen das viele Menschen ähnlich, denn Dreiviertel aller EU-Bürger meinten, sie würden lieber reparieren als wegwerfen. Und das ist nicht so schwierig – mit etwas Unterstützung in einem Reparatur-Café.

 

Die ursprüngliche Idee für ein solches Café hatte die Holländerin Martine Postma. Menschen, die handwerklich geschickt sind und solche, die kaputte Geräte haben, treffen sich und reparieren gemeinsam das gute Stück. Die Laien erhalten Hilfe und dürfen die Werkzeuge benutzen. Außerdem kann man in netter Runde bei Kaffee und Kuchen plaudern, sich über dies und das austauschen. So lernt man nicht nur, kleine Dinge selbst zu reparieren, sondern kann auch neue Kontakte knüpfen. Man kann seinen Toaster, Staubsauger  oder den Kaffeeautomaten unter  Anleitung reparieren oder sich helfen lassen. Denn wenn es nicht klappt, darf das kaputte Gerät noch ein bisschen beim Experten verbleiben – und der kümmert sich dann selbst darum. Eine Garantie gibt es auf die Handwerksarbeit natürlich nicht. Aber die Erfolgsquote ist meistens sehr hoch. Kann ein Gerät gar nicht mehr repariert werden, muss der Besitzer die Entsorgung selbst übernehmen. Hier zu stehen unter anderem Werkstoffhöfe zur Verfügung, da Einzelteile der defekten Geräte oder wertvolle Rohstoffe wie Kupfer oder Aluminium weitere Verwendung finden.

 

Das Reparieren von Elektrogeräten ist aber noch längst nicht alles, was die Initiativen zu bieten haben. So gibt es auch Nähwerkstätten, in denen man unter Anleitung kleine Ausbesserungsarbeiten selbst vornehmen kann. Alte oder kaputte Kleidungsstücke können hier zu neuer Verwendung umgestaltet werden.

 

In ganz Deutschland gibt es jede Menge dieser Reparatur- oder Repair-Cafés. Auch über die kommunalen Webseiten kann man solche Initiativen finden. Und alle sind gut besucht. Die meisten deutschen Reparatur-Cafés sind auf der Netzwerk-Plattform www.reparatur-initiativen.de zu finden. In Deutschland gibt es heute rund 2000 aktive Initiativen – und laufend gründen sich neue.

 

Martine Postma, niederländische Umweltaktivistin, hat mit ihrer Idee Geschichte geschrieben. Seit 2007 machte sie sich für verschiedene nachhaltige Projekte stark. Das erste Reparatur-Café organisierte sie 2009 in Amsterdam.

 

Näheres unter dem Menüpunkt "Reparatur-Cafe"

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Veröffentlichung

So, 18. Mai 2025

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